Ein Kurztrip nach Marokko und zurück

Hier ein paar bisher unveröffentlichte Details zu unserer Reise. Zuerst ein Nachtrag zum Blog in Spanien:

"Kurz nach dem Start in Cambrils wurden wir informiert, dass Rallyes in Marokko aufgrund des Coronavirus verboten wurden (damit gemeint sind eigentlich Grossveranstalltungen wie Rallye du Maroc). Daher distanzieren wir uns klar von dem Begriff "Rallye". Das heisst, wir müssen alles "entrallyefizieren". Alle Aufkleber müssen weg und alle Dokumente, welche auf die Rallye schliessen lassen werden angepasst. Einreisen in Marokko ist nur noch in kleinen Gruppen oder alleine möglich. Die Mitreisenden fahren nun verteilt über mehrere Tage mit Fähren von unterschiedlichen Häfen nach Marokko. In ein paar Tagen treffen wir uns dann in Marrakech um die Fahrt fortzusetzen.


Liebe Sponsoren, es tut uns sehr leid aber eure Aufkleber müssen weg. Das Auto soll so unauffällig wie möglich sein. Trotzdem vielen Dank für eure Unterstützung beim Bau und der Befestigung des Unterfahrschutzes.

Nach Marrakech begann dann das Rennen gegen die Zeit. Die Grenzsituation in Afrika hat sich verschärft und man versucht mit allen möglichen Kontakten wie Botschaften und lokalen Einflussträgern die Weiterreise zu ermöglichen. Heute morgen wurden wir informiert, dass die Grenze von Mauretanien bereits zu ist. Es wurde dann bis kurz nach Mittag an einer "Quarantäne Eskorte" gearbeitet, welche uns von Grenze zu Grenze auf dem schnellstmöglichen Weg hätte begleiten sollen.

Dies wurde dann gegen 13:00 Uhr mit einem Schreiben des deutschen Botschafters aus Mauretanien, definitiv abgesagt. Wir sollen auf keinen Fall Marokko verlassen, andernfalls müssen wir 14 Tage im Niemandsland campieren. Es wurden mehrere Optionen dargestellt wie man nun weiterreisen soll. Da wir aber nach wie vor nicht als grosse Gruppe unterwegs sein dürfen, reisen wir wieder in kleinen Grüppchen zurück.

Kurz vor 18:00 Uhr hat uns ein Kaffeebesitzer dann gesagt, dass ab 18:00 alle Restaurants auf unbestimmte Zeit geschlossen werden. Lebensmittelgeschäfte haben jedoch noch geöffnet und Notfalls hatten wir ja für die Wüste mit Wasser, Essen und Benzin aufgerüstet.

In Ad-Dakhla konnten wir uns bei einer einheimischen Dame dann Pizza (oder ähnlich) kaufen. Diese haben wir dann zusammen mit Champagner auf dem Sofa der Hotellobby gegessen.

Morgen gehts dann weiter zurück in den Norden, wo die Situation dann hoffentlich angenehmer ist.

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Kommentare: 3
  • #1

    Dani (Dienstag, 17 März 2020 07:28)

    Hallo zäme
    Was für ein (ungewolltes) Abenteuer! Kommt einfach wieder gesund zurück...:-)

  • #2

    Heinz Wittwer (Dienstag, 17 März 2020 07:41)

    Schade dass Ihr die Rally nicht durchführen könnt.
    Aber auch hier ist nichts mehr wie gewohnt. Der Notstand wurde gestern über die Helvetier verhängt.
    Das wird mehr finanzielle Opfer fordern als die Grippe selbst.

  • #3

    Kurt (Dienstag, 17 März 2020 15:42)

    Hallo zäme
    Das sieht aber gar nicht gut aus was man da lesen kann.
    Im Moment wollen alle Länder ihre Grenzen schliessen und am Schluss sitzt man dann irgend wo und wartet auf Lösungen. Ich hoffe, dass Ihr schnell auf unseren Kontinent wechseln könnt.
    Bis sehr bald, Gesund und Zwäg in der Schweiz/Deutschland.
    Grüsse aus der EAO